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Island: Kultur- und Bildungspolitik

03.06.2019 - Artikel


Kultur

Islands Kulturleben ist sehr reichhaltig und kreativ, traditionsverbunden und zugleich der Moderne und dem internationalen Austausch gegenüber aufgeschlossen. Island definiert sich über seine eigene Kultur, vor allem seine Sprache und Literatur. Tausendjährige Sagas können von Isländern heute noch gelesen werden, da sich die Sprache nur geringfügig verändert hat. In Island erscheint die weltweit höchste Zahl von Buchtiteln pro Kopf. Island war 2011 mit großem Erfolg Gastland der Frankfurter Buchmesse. Zu den bekannten modernen Schriftstellern gehören der Nobelpreisträger (1955) Halldór Laxness (1902 bis 1998), aber auch Krimiautoren wie Arnaldur Indriðason.

Island verfügt vor allem im Raum Reykjavík über eine Vielzahl von Kulturinstitutionen, darunter das 2011 eröffnete Konzerthaus „Harpa“ am Hafen von Reykjavík. Das Land hat zahlreiche auch international bekannte Künstler hervorgebracht, darunter die Sängerin, Komponistin und Musikproduzentin Björk, den Maler Erró, den Gründer des Instituts für Raumexperimente Berlin, Ólafur Elíasson oder den Pianisten Vikingur Ólafsson. Ausländische Künstler nehmen regelmäßig an den zahlreichen Festivals (Musik, Film, Theater, Tanz), Ausstellungen und anderen Veranstaltungen teil.

Bildung

In der PISA Studie der OECD von 2015 schnitt Island knapp unter dem OECD-Durchschnitt ab.

Die Gesamtschule umfasst die Klassen 1-10, das Gymnasium die Klassen 11-13. Englisch wird als erste Fremdsprache ab Klasse 5 unterrichtet, Dänisch als zweite Fremdsprache ab Klasse 7. Eine dritte Fremdsprache (wie Deutsch) ist wahlweise möglich ab Klasse 10. Manche Grundschulen unterrichten schon ab der 1. Klasse Englisch.

Das Land zählt insgesamt 7 Hochschulen mit zusammen rund 20.000 Studenten, darunter als größte die Universität Islands in Reykjavík und die (private) Universität Reykjavík mit Schwerpunkt Wirtschaftswissenschaften. Rd. 40% der Bevölkerung haben eine Hochschulausbildung (EU-Durchschnitt: 30 %), wobei deutlich mehr Frauen als Männer einen universitären Bildungsabschluss erwerben. An den staatlichen Hochschulen gibt es keine Studiengebühren.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.


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